Alles auf Anfang

Alles auf Anfang

Ich habe diesen Blog vor etwas mehr als 2 Jahren als Projekt für einen Kurs an der Uni gestartet. Angefangen hat es als Nähprojekt, aber ich wollte nicht nur nähen und basteln, sondern auch kochen und backen. Irgendwann kam dann noch ein bisschen Reisen und das Projekt Heimatliebe dazu. Ein kunterbuntes Wirrwarr aus Themen. Aber ich mochte das so. Denn das bin ich, mit all meinen Interessen und Hobbys. Ich wollte mich nicht auf ein Thema festlegen. Weil ich mich viel zu schnell langweile, als dass ich mich dauerhaft auf nur ein spezielles Thema konzentrieren könnte. Und eigentlich mag ich das auch so. Aber trotzdem bin ich unzufrieden. Dieser Blog ist einfach nicht, wie ich es gern hätte. Und so wie es ist, macht mir das Bloggen einfach keinen Spaß mehr. Obwohl ich eigentlich ganz viele Ideen habe und diese auch gerne umsetzen würde. Ich habe versucht das Design zu verändern, um mich wieder mehr mit dem Blog zu identifizieren. Das hat aber auch nicht geholfen.

Deshalb denke ich schon seit einigen Monaten über einen Neuanfang nach. Den alten Blog löschen und mit einem neuen Projekt starten. Aber das will ich eigentlich auch nicht. Denn ich mag den Namen und die Idee, die dahinter steht. Und eigentlich mag ich auch die Themen. Was ich nicht mag, ist die Umsetzung. Manchmal hatte ich einfach das Gefühl, dass ich einen Beitrag veröffentlichen muss, um meinen Lesern gerecht zu werden. Und dann habe ich mir nicht genug Zeit genommen, um meine Idee so umzusetzen, wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte. Ich dachte, um ein guter Blogger zu sein, muss ich mich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, möglichst professionell arbeiten und so viele Beiträge veröffentlichen wie möglich. Aber das bin ich einfach nicht. Dieser Blog ist nicht mein Job, sondern ein Hobby. Ich will hiermit kein Geld verdienen, sondern mich kreativ ausleben. Die Inhalte sollen zu mir passen und meine Interessen spiegeln. Ich möchte für mich selbst und für Menschen schreiben, die sich für die gleichen Dinge interessieren wie ich aber bestimmt nicht für Google.

Die Wahrheit ist: Wenn ich meinen Blog jetzt aufrufe, sehe ich lieblose Fotos und halbherzige Texte. Ich weiß, dass das bestimmt nicht jeder so sieht und dass es wahrscheinlich auch gar nicht so ist. Ich weiß, dass ich mal wieder viel zu viel von mir erwarte. Ich weiß, dass ich vielleicht nicht immer auf meinen inneren Kritiker hören sollte. Aber so bin ich nun einmal.

 

Noch einmal von vorne…

Und deshalb musste ich nach einer Lösung für das Problem suchen. Ideen sammeln. Mir ein Konzept überlegen. Mein Zeitmanagement überdenken. An der Umsetzung arbeiten. Und nach scheinbar endloser Grübelei weiß ich zumindest Eines sicher: Den gesamten Blog löschen, kommt für mich nicht in Frage. Ich bin niemand der einfach aufgibt und so ein Blog-Problem kann man reparieren. Trotzdem werde ich etwas löschen müssen, nämlich meine alten Beiträge. Naja vielleicht nicht löschen, sondern erst einmal nur „privat“ schalten. Dann kann ich in Ruhe überlegen, welche Beiträge ich wirklich mochte und diese dann noch einmal neu umsetzen. Und zwar so, wie ich es mir ursprünglich mal vorgestellt hatte: Mit liebevollen Fotos und persönlichen Texten, die im besten Fall eine Geschichte erzählen. So ist der Plan.

Das mag vielleicht  nach einem halbherzigen Neuanfang aussehen. Aber das ist es nicht. Jedenfalls fühlt es sich für mich nicht so an. Im Gegenteil: Es fühlt sich gut an und richtig! Dieser Blog soll in Zukunft persönlicher werden. Ich möchte mir mehr Zeit für die Fotos nehmen und mehr Zeit für die Texte. Ich möchte nur noch dann Beiträge veröffentlichen, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe und wenn ich wirklich damit zufrieden bin. Ich möchte in Zukunft einfach das Gefühl haben, dass ich zufrieden mit meiner Arbeit sein kann. Das habe ich in meinem Job und in meinem Studium doch bisher auch immer geschafft, warum sollte ich es dann nicht auch bei meinem Ideenreich schaffen? Hier habe ich schließlich jegliche kreative Freiheit. Hier kann ich entscheiden, was ich will und was ich nicht will. Hier gibt es kein Müssen sondern nur ein Wollen.

Lange Rede kurzer Sinn: Es wird sich einiges ändern und doch irgendwie auch gleich bleiben. Ihr dürft euch in Zukunft wieder über Beiträge freuen, vielleicht nicht regelmäßig und hochfrequentiert aber zumindest mit viel Liebe gemacht. Es wird um Essen gehen, um Bastelideen und um meine Wahlheimat Münster. Aber ich möchte mich auch mit den Themen Organisation, Zeitmanagement und Minimalismus auseinandersetzen. Weil das Dinge sind, mit denen ich mich beschäftige und die deshalb zu mir und meinem Ideenreich gehören. Es wird also im Grunde nach wie vor um alles gehen, was das Leben kreativer macht. Aber dazu gibt es bald noch ein bisschen mehr zu lesen. Bis dahin: To be continued…

 

Liebe Grüße, eure Jenni ❤︎

 

 

 



1 thought on “Alles auf Anfang”

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