Sommerliche Nockerlpfanne

Sommerliche Nockerlpfanne

Spätzle sind so eine Sache für sich. Ich esse sie unheimlich gerne, aber leider bin ich zu doof, sie über’s Brett zu schaben. Und gekauft, ist einfach nicht so lecker. Naja, ich bin keine Schwäbin und kein Profikoch, deshalb finde ich es eigentlich auch gar nicht schlimm, dass ich eine Reibe benutze. Allerdings werden es bei mir dann auch keine Spätzle, sondern Knöpfle oder wie man in Österreich sagt: Nockerln. Ich war noch nie im Schwabenland – jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, mal dort gewesen zu sein – aber ich habe gefühlt meine halbe Kindheit in Österreich verbracht und deshalb sage ich Nockerln und nicht Knöpfle. Aber das ist ja eigentlich auch egal. Ich könnte auch einfach nur „lecker“ sagen. Vor allem wenn es um Nockerln in Verbindung mit Champignons und Frühlingszwiebeln geht. Und weil die von etwa Ende April bis Anfang September Saison haben, ist das eindeutig das perfekte Gericht, um sich ein Stück Sommerurlaub in den Bergen ganz einfach nach Hause zu holen!

 

 

Selbstgemachte Nockerln

Zutaten:

5 Eier

500 g Weizenmehl (oder glutenfreies Mehl z.B. von Schär)

220 ml lauwarmes Wasser

Salz und Pfeffer

 

Ran an die Reibe:

Die Eier, das Mehl und das Wasser zu einem klebrigen Teig vermengen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und noch einmal gut verrühren beziehungsweise verkneten. Den Teig anschließend etwa 20 Minuten ruhen lassen. In der Zeit Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Teig nach und nach mit einer Spätzlereibe (z.B. diese hier) in das kochende Wasser reiben. Zwischendurch die Nockerln mit einem Schöpfsieb abschöpfen.

Ich habe die Nockerln übrigens auch schon mit glutenfreiem Mehl von Schär gemacht. Das könnt ihr in diesem Fall sogar 1:1 ersetzen, ohne dass ihr einen Unterschied im Geschmack merken würdet.

 

 

Nockerlpfanne mit Champignons, Frühlingszwiebeln und Speck

Für 4 Personen benötigt ihr:

600g braune Champignons

2 Bund Frühlingszwiebeln

15 Scheiben Speck (den Münsteranern unter euch kann ich besonders den Rouladenspeck von der Hofmetzgerei Holstiege empfehlen)

50 ml Sahne

1/2 Becher Creme Fraiche

100 ml Weißwein

150 ml Gemüsefond

etwas Olivenöl zum braten

Salz und Pfeffer

 

 

Und so wird’s gemacht:

Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln ebenfalls in Scheiben und den Speck in schmale Streifen schneiden. Die Champignons in etwas Olivenöl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Erst den Speck dazugeben und anrösten. Anschließend die Frühlingszwiebeln hinzugeben und ebenfalls kurz mit anbraten. Das Ganze mit Weißwein, Sahne und Gemüsefond ablöschen und kurz aufkochen lassen. Die Creme Fraiche unterrühren. Zum Schluss die Nockerln hinzugeben und kurz in der Sauce wieder warm werden lassen.

Meine Variante hier ist zwar mit Speck, aber wir haben es auch schon ohne gekocht und es war mindestens genauso lecker. Wenn ihr es also lieber vegetarisch mögt, lasst den Speck einfach weg. Ihr müsst dann nur vielleicht etwas mehr Salz und Pfeffer nehmen, da der Speck schließlich auch einiges an Würze abgibt.

Noch ein kleiner Tipp: Man kann die Pfanne ganz wunderbar für zwei Tage kochen. Dann solltet ihr aber beim Erwärmen in der Pfanne noch etwas Sahne und Weißwein hinzuzugeben, da die Nockerln noch etwas Flüssigkeit ziehen und das Ganze sonst etwas trocken wird.

 

 

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

 

Liebe Grüße, eure Jenni ❤︎

 

 

PS: Wenn ihr eins meiner Rezepte ausprobiert, verlinkt mich doch auf Instagram oder Facebook mit #ideenreichkochen, damit ich eure Beiträge sehen kann! Ich freu mich drauf!

 



2 thoughts on “Sommerliche Nockerlpfanne”

  • Hmmm, wie lecker. Ich liebe Spätle oder Knöpfle. Komme zwar aus dem angrenzenden Baden kann aber auch nicht Schaben bzw. werden sie dann monströs. Ich will mir demnächst mal noch eine Spätzlepresse kaufen, damit werden sie dann schön lang!

    Liebe Grüße

    • Da bin ich aber beruhigt! Ich dachte schon, ich wäre als einzige nicht geschickt genug dafür! Eine Presse finde ich auch eine gute Idee! Ich habe aber gelesen, dass es auch mit einer Kartoffelpresse gehen würde… müsste man mal ausprobieren!

      Liebe Grüße zurück!

Ich würde mich sehr über einen Kommentar von euch freuen!


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